Libellen im Garten

Die schöne Maienzeit mit sprießenden Trieben und quellenden Pheromonen geht auch an den Libellen nicht vorüber. Kaum sind sie, ihrer Larvenhülle überdrüssig, dem kalten Weiher entstiegen, schwingen sie sich empor in die warme Frühlingsluft und geben sich der Fortsetzung der Kreisläufe des Lebens hin.Die Frühe Adonislibelle

Mein Gedicht ‚Frühlingstriebe‘ passt, leicht abgewandelt, auch zur Maienzeit, wenn man in der ersten Zeile eine jeweils zum Monat passende Blume einsetzt. 🙂

 

 Frühlingstriebe

 

 Der zarten Maienglöckchen Zier

 erweckt nicht nur der Bienen Gier,

 wenn nach der kalten Jahreszeit

 das Land ergrünet weit und breit.

 Dann erwachen alle Triebe

 der Bäume – und auch die der Liebe.

 

 Dann geht’s rund in uns’rem Garten!

 Niemand möcht noch länger warten.

 Wenn Knospen und auch Drüsen schwellen

 und die Pheromone quellen,

 weiss ein jeder weit und breit:

 jetzt beginnt die Paarungszeit.

 

 Die Käfer, ohne viel Gewese,

 tanzen Zweierpolonayse.

 Die Natter und der Natterich

 verheddern und verknoten sich.

 Der Hahn steigt von der Hühnerleiter

 und macht auf der Henne weiter.

 

 Und auch der Menschen Lagerstätten,

 ob Flokati oder Betten,

 sind stumme Zeugen zarten Treibens

 und Leiber-aneinander-reibens.

 Leidenschaft und Lust und Liebe

 allenthalben! Frühlingstriebe!   

🙂 m.p.                               

 

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