Tigerschnegel greifen an

Daß der Mai gefährlich ist, wissen wir alle. Die Bäume schlagen wie wild aus, die Knospen explodieren, der Spargel schießt und die Schlingpflanzen greifen einem im Vorbeigehen nach der Gurgel. Auch vom Tierreich gehen vermehrte und erhebliche Gefahren aus, und damit meine ich nicht Zecken, Bienen und alle anderen, die mit einem wie auch immer gearteten Stech- oder Saugapparat ausgestattet, oder vielmehr bewaffnet sind. Nein – viel gefürchteter ist der berüchtigte Tigerschnegel(Limax maximus horribilis), zumindest bei jenen, die sich noch vor ihm fürchten können, weil sie mit viel Glück den ersten Angriff überlebt haben. Tigerschnegel, kurz vor dem Sprung…

Die Strategie des Tigerschnegels ist gerissen, wenn nicht gar infam. Er lauert im Dunklen, kann sich Millimeter für Millimeter schneckengleich anschleichen, um dann überraschend zum Sprung anzusetzen und sein Opfer mit wenigen Bissen seiner messerscharfen Raspelzähne oder mit einem peitschenden Hieb des mit einem rasierklingengleichen Kiel bewehrten Schwanzes den Garaus zu machen. Nachdem er sich satt gefressen hat, verliert sich seine blutig-schleimige Spur im Unterholz – bis er wieder zuschlägt…

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3 Gedanken zu “Tigerschnegel greifen an

  1. Es gibt eine Kurzgeschichte, in der ein Mann auf einer kleinen Insel strandet, die von einer riesigen Nacktschnecke beherrscht wird. Er kann ihr nicht entkommen, und zum Schluß…….ach, eigentlich wäre es doch schade, wenn ich das Ende verraten würde.

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