Der Geist des Weines…

…hat auch mich gebannt. Oder habe ich ihn gebannt? In eine Flasche? Ja, in eine ganz große Flasche, die man auch Gärballon nennt. Nur durch die kleine Öffnung des Gärröhrchens darf er blasenweise entweichen, lockt schon die Obstfliegen und auch mich an, ihn zu erschnüffeln. Haaah…riecht gut, riecht besser als die braunrote Brühe aussieht, der er entströmt – eine schaumige Pampe, in der angegorene Wildpflaumen in Apfelsaft auf- und abschweben. Das Leben tobt auch ohne Sauerstoff, zum Glück, sonst würd’s nach Essig riechen. Die Früchtchen nennt man auch Krieschen, sie sind echt herb, aber nicht so extrem wie Schlehen.

Bis zum ersten Gläschen Pflaumenwein wird es noch viele Wochen dauern. Wenn die Gärung abgeschlossen ist, müssen sich die Trübstoffe absetzen, bis die Flüssigkeit klar ist, erst dann kann sie auf Flaschen gezogen werden.

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14 Gedanken zu “Der Geist des Weines…

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