Zweifel säen…

…klingt zunächst einmal negativ. Es hat etwas von sticheln und bohren und mies machen, um anschließend ein kleines fieses Körnchen, einen Unkrautsamen zu versenken, auf daß er treibe und sprieße auf fruchtbarem Grund, gedeihe und seine Samen weit verstreue – der Giersch im Garten der Gefühle.

Zweifel säen, auf daß Stützpfeiler morsch und Fundamente erschüttert werden – das klingt gar nicht freundlich, es klingt böse. Ist es aber doch nicht, wenn es um Intoleranz geht, um Vorurteile, religiöse Propaganda, Bildungsverweigerung, Bequemlichkeit, Gier, Egoismus…habe ich etwas vergessen? Bestimmt – tagtäglich begegnen wir Menschen, die diesen Kriterien entsprechen, uns selber als erstes! Also gilt: anfangen bei sich selber, zweifeln, sich auf die Finger klopfen, hauen, wenn nötig. Und dann: auf in den täglichen Kampf, wieder zweifeln, fragen, bohren, nein sagen, helfen, wo nötig, und das alles ohne Überheblichkeit. Ein Kampf gegen Windmühlen? Ein Kampf zum Verzweifeln? Vielleicht, oft, aber vor allem ein Kampf gegen sich selbst – oder positiver formuliert: Arbeit an sich selbst.

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