Ein seltenes Obst – die Nashi-Birne

Meine Neugierde, Unbekanntes zu probieren und Neues kennen zu lernen, umfasst auch alles, was man essen kann. Taucht in den Regalen der Märkte eine neue Frucht auf, dauert es nicht lange, bis ich zumindest eine kleine Kostprobe erwerbe – auch, wenn der angegebene Preis mich zusammenzucken lässt – irgendwann obsiegt die Neugier. Finde ich in Früchten reife Samen, kann ich natürlich gar nicht anders, als diese auszusäen, so geschehen vor einigen Jahren, als ich eine Nashi-Birne erwarb.

Diese Früchte haben die Form und die Größe eines Apfels, jedoch den Geschmack einer saftigen, wenn auch etwas wässrigen Birne. Zur Zeit werden sie in den Supermärkten angeboten. Sie stammen aus Ostasien, sind jedoch sehr nahe mit unseren europäischen Birnen verwandt, mit denen sie sich sogar kreuzen lassen. Im Kerngehäuse findet man bis zu 10 Kerne, die denen der Birne sehr ähneln.

Diese Kerne säte ich also in einem Blumentopf aus, den ich über den Winter in einer Ecke des Gartens parkte. Wie es sich gehört, entspross dem Topf im Frühling ein Keimling, der sich im Blumenbeet seitdem zu einem 40 cm hohen ‚Bäumchen‘ entwickelt hat. Dieses hat selbstverständlich bis jetzt nicht geblüht und somit noch keine Früchte entwickelt, es wird mir also in den kommenden Jahren irgendwann noch Überraschungen bieten, doch in einem Punkt hat es meine Neugierde und meine Geduld schon sehr belohnt: es zeigt im Herbst eine fantastische Färbung des Laubes.

Der Nashi-Sämling in seinem ersten Herbst

2 Wochen lang erstrahlt es wie eine rote Flamme, was ich bei einer Birnenverwandten nicht erwartet hätte. Auch in den Beschreibungen und Kaufangeboten, die man im Internet lesen kann, findet sich keinerlei Hinweis auf eine prächtige Herbstfärbung. Sollte ich einen Glückstreffer gelandet haben?

Was lehrt uns dieser Fall? Es lohnt sich, neugierig und geduldig zu sein. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie gespannt ich schon auf die ersten Früchte bin! 🙂

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20 Gedanken zu “Ein seltenes Obst – die Nashi-Birne

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