Frühlingstriebe – ein Gedicht

Der weichen Weidenkätzchen Zier

erweckt nicht nur der Bienen Gier,

wenn nach der kalten Jahreszeit

das Land ergrünet weit und breit.

Dann erwachen alle Triebe

der Bäume – und auch die der Liebe.

Dann geht’s rund in uns’rem Garten!

Niemand möcht noch länger warten.

Wenn Knospen und auch Drüsen schwellen

und die Pheromone quellen,

weiss ein jeder weit und breit:

jetzt beginnt die Paarungszeit.

Die Käfer, ohne viel Gewese,

tanzen Zweierpolonayse.

Die Natter und der Natterich

verheddern und verknoten sich.

Der Hahn steigt von der Hühnerleiter

und macht seine Hennen heiter.

Und auch der Menschen Lagerstätten,

ob Flokati oder Betten,

sind stumme Zeugen wüsten Treibens

und Leiber-aneinander-reibens.

Leidenschaft und Lust und Liebe

allenthalben! Frühlingstriebe!

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