Sein letzter Gag (7. und letztes Kapitel)

In der Gruga-Halle herrschte eine Stille, die man nicht erwarten würde, wenn 10371 Menschen zuzüglich eines Showmasters vom Format Markus Jürgens’ anwesend sind. Man hätte sie Totenstille nennen können und eine Stecknadel hinter der allerletzten Reihe fallen hören können, wenn nicht deutlich das gleichmäßige, leicht röchelnde Atmen eines alten Mannes aus den Lautsprechern zu vernehmen gewesen wäre. Kein Stuhl knarrte, kein Hüsteln erklang, niemand wagte zu flüstern. Rudi Koralle lies sich Zeit. Seine Konterfeis huschten stumm über die Großbildleinwand, wie er im Fernseher beobachten konnte. Er schaute zur Tür. Elena und die gesamte Nachtschicht des Hauses ‚Himmelspforte’ sowie die meisten gehtüchtigen Bewohner drängten sich dort und auf dem Flur. Stummes Staunen hatte sie erfasst. Rudi überlegte. Er hatte ein Geheimnis versprochen, er würde ihnen eines bieten. Nur welches? „Hmm…“ Er zählte still und langsam von 10 abwärts, er würde sie zappeln lassen, gutes Timing war alles. Er würde ihnen das Blaue vom Himmel lügen. Die Zeit schien still zu stehen, in seinem Zimmer, in der Gruga-Halle, vor Millionen Bildschirmen im ganzen Land. Die Nation hielt den Atem an.

Als Rudi bei 5 ankam, wußte er, welche Geschichte er ihnen auftischen würde, und als er bei 2 ankam, hielt Markus Jürgens es nicht mehr aus. „Herr Koralle“, stieß er hervor und verlor zum ersten mal in seiner Show die Kontrolle. „Das Geheimnis! Wie lautet das Geheimnis?“ Schweiß glänzte auf seiner Stirn, ein unverzeihlicher Fauxpas. Rudi beobachtete es mit Genugtuung. ‚Showdown’, dachte er, ‚dick auftragen, fett nachlegen, auf die Kacke hauen, dann glauben sie dir alles.’ „Es war damals“, röchelte es tief aus seiner Brust, „April 45“. Hoffentlich würde er diese Stimmlage bis zum Ende seiner Darbietung durchhalten. „Ja…es muss April gewesen sein. 11 Lastwagen voll…kaum Sprit…nur nachts gefahren, wegen der Tiefflieger…ach, schrecklich…“ Er überlegte, wog Details ab, sortierte Reihenfolgen, nuancierte Stimmungen. Was für ein Spaß! „…erreichten Bielefeld im Morgengrauen. Alles ging gut.“ „Was ging gut, Herr Koralle“, entfuhr es Markus Jürgens, der nicht mehr an sich halten konnte und sich den Schweiß von der Stirn wischte. „ Wir haben alles versteckt, gut versteckt, den ganzen Schatz…11 Lastwagen.“ „Einen Schatz? Mein Gott, Herr Koralle, um was für einen Schatz handelte es sich denn? Herr Koralle hat einen Schatz vergraben, hahaha, vielleicht eine Kiste mit Goldstücken?“ „Keine Goldstücke.“ Er sah im Gesicht des Showmasters Zweifel an dessen eigenen Zweifeln, und er sah in den Gesichtern des Publikums, dass er die Leute schon fast überzeugt hatte. Jetzt hieß es, auf’s Ganze zu gehen. „Keine Goldstücke“, wiederholte er, „11 Lastwagen…es ist…es handelt sich…es handelt sich um das…Bernstein-Zimmer.“

Den Anwesenden in Rudis Zimmer gefror für einen Moment vor Überraschung die Mimik, dann presste jeder die eigenen Hände oder irgendwelche schnell erreichbaren Kissen, Decken oder Vorhänge vors Gesicht, um nicht lautschreiend losprusten zu müssen. Delphine vollführte ein Tänzchen und war kurz davor, sich einzunässen. Nur Gerrit stand still, verstand nicht und starrte konsterniert auf den alten Mann, der wildfuchtelnd versuchte, die Rasselbande zu beruhigen, um sich dann wieder dem Bildschirm zuzuwenden.

In der Gruga-Halle hatte ein rasch anschwellendes Gemurmel angehoben, gegen das Markus Jürgens nur aufgrund seiner kräftigen Stimme und unter Einsatz der allermodernsten zur Verfügung stehendenVerstärkertechnik ankam. Bernd Stein, der gerade auf dem Parkplatz eine geraucht hatte, kam gerade rechtzeitig zurück in’s Studio, um den Tumult zu bemerken und die Stimme seines Chefs einige Dezibel höher zu regeln. Dieser erlangte mit der gesteigerten Stimmeskraft auch endlich seine Fassung zurück und rief. „Herr Koralle, das Bernsteinzimmer? Meinen Sie DAS Bernsteinzimmer?“ „DAS Bernsteinzimmer“, echote Rudi, und nach einer Pause „…befindet sich in Bielefeld.“ Millionen Wohnzimmergespräche verstummten, Millionen Fernsehgeräte wurden lauter gestellt, Millionen Oberkörper, welche gerade noch schlaff in Sesseln gehangen hatten, wurden vorgebeugt, um auch wirklich die allerfeinste Nuance dieser unglaublichen Mitteilung zu erfahren. Das Bernsteinzimmer…jeder hatte davon gehört, seit Jahrzehnten verschollen in den Wirren des Krieges, gestohlen, verbrannt? Niemand wusste nichts genaues, Theorien wurden gehandelt, viele suchten es in alten Stollen, in Bunkern, alles vergeblich, es blieb unauffindbar. Und nun erzählte dieser alte Mann, es habe die ganze Zeit in Bielefeld gelegen, irgendwo verbuddelt.

„Herr Koralle, das ist ja ein ungeheures Geheimnis, das sie da preisgeben!“ Markus Jürgens mußte fast brüllen, um gegen das aufgeregte Geschnatter im Saal anzukommen. „Woher wissen Sie denn, dass sich das Bernsteinzimmer in Bielefeld befindet?“ „Ich hab’s selber hingebracht.“ „Und…ja, das ist ja unglaubich, Herr Koralle…und wo in Bielefeld befindet das Bernsteinzimmer?“, und zum Publikum im Saal gewandt: „Meinen Damen und Herren, wir stehen vor einer sensationellen Entdeckung, der größte Schatz der Zaren ist offensichtlich gefunden worden!“ Diese Erläuterung war überflüssig, weil alle im Saal begriffen hatten, worum es ging, aber sie gab ihm das Gefühl zurück, das Heft wieder in der Hand zu halten. Mit so gesteigertem Selbstvertrauen fuhr er fort. „Herr Koralle, nun müssen Sie uns aber auch sagen, wo sich das Bernsteinzimmer befindet!“ Schweigen in der Leitung.

„Herr Koralle…wo…ist…das…Bernsteinzimmer!“ Schweigen. „Herr Koralle!“ „Ich…“ „Ja?“ „Ich…ich will’s nicht sagen.“ Rudi merkte, wie ihm die Stimme aus der Gruft mehr und mehr Schwierigkeiten machte, er brauchte eine Pause. Er achtete nicht auf den Tumult, der sich auf dem Bildschirm abspielte und dessen Kontrolle dem Showmaster zu entgleiten drohte. Er winkte Gerrit zu sich heran. „ Gerrit, ich weiß, Sie sind ein Arschloch, aber ich sag’s niemanden, weil ich jetzt Ihre Hilfe brauche! Helfen Sie mir?“ Gerrit nickte übereifrig und hörte gar nicht damit auf, bis Rudi ihm die Hand auf die Schulter legte. „Sie machen doch dieses komische Spiel, diese Schnitzeljagd mit Handy.“ „Actionbound!“ „Und dafür benutzen sie dies GMS, oder wie das heißt” „GPS!” „Ja, genau! GPS! Ich will, dass Sie mir die genauen Koordinaten von der alten Molkerei geben.“ „Die da oben am Waldrand?“ „Ja, wieviel alte Molkereien haben wir denn, verdammt noch mal“, zischte Rudi, „die Koordinaten!“ „ Aber die steht doch leer, die alte Bruchbude.“ „Gerrit!“ Rudi schäumte, „Die Koordinaten! JETZT!“ Gerrit zuckte mit den Schultern und zückte sein Smartphone. Während er in seiner Actionbound-App die Karte von Ostwestfalen aufrief und Bielefeld anvisierte, drang Markus Jürgens aufgeregte Stimme an Rudis Ohr. „Herr Koralle, sind Sie noch dran? Herr Koralle, hallo?“ Rudi hüstelte laut und vernehmlich. „Verzeihen sie…die Schwester hat gerade meinen Urinbeutel ausgetauscht. Heute gab’s Spargel. Konnte man noch riechen. Mögen Sie auch Spargel?“ Die Heiterkeit in Rudis Zimmer nahm Ausmaße an, dass einige der Anwesenden fluchtartig den Raum verließen und draußen auf dem Flur in brüllendes Gelächter ausbrachen. Frau Stoffel-Baumgaertner, die langjährige Leiterin des Hauses ‚Himmelspforten`, von strenger, aber gerechter Art, vernahm auf ihrem abendlichen Rundgang durchs Haus diese Äußerungen ungehemmter Freude und befand sie für befremdlich und der weiteren Nachforschung würdig.

„Ja, Spargel mag ich auch gerne, Herr Koralle. Doch nun zum Schatz…wo ist das Bernsteinzimmer?“ „Sag ich nicht.“ „Doch, Herr Koralle, sie haben’s versprochen. Wollen Sie all diese lieben Menschen enttäuschen,“ rief er und zeigte mit einer weiten Bewegung seines Armes in die Runde. Rudi schaute zu Gerrit, der nickte. „Also gut“, sprach Rudi gedehnt, „wenn Sie meinen…aber ich sag’s nur Ihnen!“

Die Unruhe im Saal stieg sprunghaft an, das ging ja wohl gar nicht! Man bezahlte schließlich Eintritt, da konnte der alte Knacker doch nicht so mit seinem kleinen Geheimnis geizen! Markus Jürgens reagierte geschickt. „Ok, Herr Koralle! Sie erzählen nur mir, wo das Bernsteinzimmer versteckt ist“, und zum Publikum im Saal laut flüsternd:“…und Ihnen, wertes Publikum, verrate ich es hinterher!“ Die Leute waren augenblicklich beruhigt, und niemand kam auf die Idee, dass der alte Mann ja jedes Wort auf dem Bildschirm in seinem Zimmer mitverfolgen konnte. „Herr Jürgens“, tönte er mit Grabesstimme, „ich bin alt, aber nicht doof. Sie müssen natürlich die Saalübertragung ausstellen! Und wenn jedermann weiß, wo sich das Bernsteinzimmer befindet…sie wissen, was dann geschehen wird!“ Der Showmaster erbleichte und lächelte nervös. „Ja, selbstverständlich, Herr Koralle, die Saalübertragung…“, und zur Technik: „Saalübertragung aus!“ Die Stimmung in der Gruga-Halle sank auf den Punkt des GMST, des GrößtMöglichenStimmungsTiefs und kippte um in Richtung anschwellender Volkszorn. Warum sollte ausgerechnet dieser Lackaffe als einziger das Versteck des Schatzes erfahren! Erste Plastkbecher flogen und Buhrufe erschollen. Markus Jürgens war nicht bereit, jetzt klein beizugeben, das war die Show des Jahres, die Mutter aller Shows. Er zückte einen Stift und einen Zettel und rief. „Herr Koralle, schießen Sie los:“ Geschickt wich er mehreren halbvollen Bechern aus, während er konzentriert die Koordinaten nieder schrieb, die Rudi ihm von Gerrits Handy diktierte. Schließlich erhob er die rechte Hand sowie seine Stimme und zeigte dem Volk den kleinen vollgekritzelten Zettel. „Verehrtes Publikum! Ich kann Ihre Emotionen sehr, sehr gut verstehen. Darum werde ich Ihnen nun die Koordinaten des Verstecks vorlesen!“ Der Zorn der Massen verrauchte augenblicklich, Smartphones, Zettel und Stifte wurden im Saal und in den Wohnzimmern gezückt, um wie auch immer die große Verkündigung aufzuzeichnen. „So ein Drecksack“, protestierte Delphine, „er hatte doch versprochen…“ „Ganz ruhig“, entgegnete Rudi, „warten wir’s ab.“

Und er behielt recht. Markus Jürgens dichtete sich Koordinaten zusammen, die vielleicht innerhalb des inneren Sonnensystems zu finden waren, aber ganz gewiß nicht in Bielefeld. Die Nation schrieb fleißig mit, bis der größte aller Showmaster schließlich bemerkte:“Tja, mein liebes Publikum, nun wissen Sie alle Bescheid. Irgend jemand von Ihnen, dessen bin ich mir sicher, wird diese Koordinaten entschlüsseln. Vielleicht sind es aber auch nur die wirren Erinnerungen eines senilen alten Mannes, ohne Bedeutung.“ Seine rechte Hand umklammerte fest den Zettel mit seinem Gekritzel. ‚Wie unsagbar dämlich die Leute sind, einfach unfaßbar’, dachte er, während die ‚Bone Collectors’ die Schlußmelodie anstimmten.

Rudi und seine Gäste verfolgten das Ende der Show. Er war so glücklich wie schon lange nicht mehr. Er hatte heute einen großen Auftritt gehabt, zweifelsohne. Vermutlich sein letzter, dachte er, nur vor kleinem Publikum, aber mit größerer Wirkung als jeder seiner Auftritte zu seinen Glanzzeiten. Nun hieß es abwarten.

Aus dem dicht gedrängten Haufen im Eingang zu seinem Zimmer löste sich eine zierliche Frauengestalt. „Was bitte geht hier vor sich? Ist Ihre Schicht schon beendet?“ Frau Stoffel-Baumgaertner hatte es nicht nötig, laut zu werden, sie wurde uneingeschränkt respektiert, die Gruppe zerstreute sich in Windeseile.

„Ah, guten Abend, Frau Stoffel-Baumgaertner! Wie schön, dass sie mich besuchen. Ich glaube, wir müssen miteinander reden.“ „Ja, Herr Koralle, ich glaube das auch“, entgegnete sie, die die letzten Minuten der Show im Eingang stehend verfolgt hatte. „Wir müssen dringend miteinander reden.“

 

 

Epilog

 

„ Sie sind mal wieder in der Zeitung, Herr Koralle…naja, zumindest indirekt“, sagte Delphine und zog streng die linke Augenbraue hoch, als sie ihm die Zeitung reichte. „Wieso?“entgegnete er, „was habe ich verbrochen?“ „Sie nicht, aber alle anderen! Da!“ Sie zeigte auf die Titelzeile. ‚Einbruchzahlen in Bielefeld steigen rapide an!’ und weiter unten ‚…17 Fälle in einer Nacht! Kein Haus mehr sicher!’ Seit Wochen schien sich ganz Bielefeld nachts mit Einbruchwerkzeug auf die Socken zu machen und sich gegenseitig die Keller aufzuknacken. Die Katakomben der Sparrenburg waren aufgebrochen worden, das Stadtarchiv ebenso wie der Keller des Ringlokschuppens, nur für die verfallene Alte Molkerei hatte sich bisher noch niemand interessiert. Manche kauften sich einen Spaten und einen Metalldetektor. Sie fanden Schrauben, Hufeisen und Fliegerbomben, aber keine Kisten voller Bernstein. Andere versuchten sich als Wünschelrutengänger und blieben ähnlich erfolglos. Immerhin blieb ihnen das Ausgraben von Metallschrott erspart. Jeder interpretierte die Zahlen, die Markus Jürgens als Koordinaten verkauft hatte, auf seine Art. Sie wurden als solche, allerdings codiert, gehandelt, dann waren es wieder Kontonummern, Telefonnummern und Geburtsdaten. Sie wurden zu nachtschlafener Zeit stundenlang begrübelt und durch Decodierungsprogramme gejagt und zu guter Letzt als Lottozahlen eingesetzt, um vielleicht doch noch einen Gewinn aus all den Mühen zu ziehen.

Markus Jürgens machte sich nichts aus den Zahlen, er hatte seine eigenen. Er ließ eine Woche verstreichen, dann tippte er sie in ein GPS-Programm ein, las die ermittelte Adresse und stutzte. ‚Alte Molkerei, Haus Himmelspforten’. Mein Gott, der alte Mann saß fast auf dem Schatz, und niemand schien davon zu wissen. Er beauftragte einen Anwalt, wegen des Kaufs des Gebäudes ein Angebot zu unterbreiten, und die Hausleitung, eine gewisse Frau Stoffel-Baumgaertner, ließ mittteilen, man hänge so an dem wunderschönen alten Haus, dass ein Verkauf quasi nicht in Frage käme, und Markus Jürgens ließ antworten, es sei doch schon arg verfallen, und er würde es renovieren lassen und dann für Dreharbeiten für seine Show nutzen wollen und erhöhte sein Angebot, kurzum: nach mehreren Wochen zäher Verhandlungen wechselte die Alte Molkerei für einen zweistelligen Millionenbetrag den Besitzer. Der Handel verschaffte dem Haus ‚Himmelspforten’ das Budget einer kleineren Kreisstadt und Markus Jürgens einen riesigen Schuldenberg, um den er sich aber keine Sorgen machte. Er würde bald reiche Ernte einfahren.

Niemand durfte ihn begleiten, als er das dunkle Innere des Gebäudes betrat. Die Bauarbeiter, die das Loch in die zugemauerte Tür geschlagen hatten, zogen sich auf sein Geheiß zu ihrem Fahrzeug zurück, auf dessen Ladefläche Zement und Steine bereit lagen, um die Öffnung anschließend wieder verschließen zu können. Es dauerte eine Stunde, bis Markus Jürgens das Gebäude auf die gleiche Weise verließ, wie er es betreten hatte. Sein Anzug war verstaubt, in seinem Haar klebten Spinnweben. Sein Gesicht war starr und kalkweis wie die Milch, die hier einst verarbeitet worden war. „Zumauern“, sagte er tonlos, als er die Gruppe der Arbeiter passierte, sich in sein Auto setzte und davon fuhr.

„Und da! Lesen Sie mal da, Herr Koralle, unter ‚Reich und berühmt’. Echt Hammer, oder?“ ‚Showmaster fliegt aus Sanatorium. Rechnung nicht bezahlt’, las Delphine laut vor und fügte hinzu: „Scheint pleite zu sein.“ „Ich habe gehört, er habe sich mit Immobilien verspekuliert“, antwortete Rudi. „Was gibt’s heute Mittag zu essen?“ „Klare Steinpilzbrühe, anschließend Wildlachs mit Creme aus schwarzen Trüffeln und persischem Dill, dazu gedünstete Kerbelrübe aus Cornwall, als Dessert ein feines Guavensorbet. Zu Trinken: zur Begrüßung wie immer ein Gläschen Sekt, dann wahlweise einen trockenen Silvaner oder einen sanften Riesling, beides Mosel, abschließend lecker Likörchen, wie immer“, grinste Delphin. „ Sie dürfen übrigens heute am Tisch von Frau Stoffel-Baumgaertner sitzen.“ „Fein“, antwortete Rudi. „Dann lassen Sie uns gehen. Wir wollen die Dame nicht warten lassen.“

 

 

 

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3 Gedanken zu “Sein letzter Gag (7. und letztes Kapitel)

  1. Großes Kino! Ich habe die Geschichte von Anfang bis Ende eingesogen! Die Charaktere samt Namenswahl, die Umgebung und die Umstände – das allein ist schon traumhaft. Aber dann die Entwicklung, jede kleine Wendung und vor allem der Showdown!
    Ich habe lange nicht so etwas gut Durchdachtes gelesen und schon gar nicht in dieser mitreißenden und zum Mitfiebern animierenden Form! Gratulation. Echt gut!

    LG Michèle

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    • Lieben, lieben Dank, Michele! Dein Lob schmeckt wie frische Erdbeeren mit mächtig Sahne oben drauf! Dabei, ich will ganz ehrlich sein, ist die Geschichte von Kapitel zu Kapitel gewachsen. Ich wusste am Ende eines Kapitels oft nur ungefähr, wie es im folgenden weitergehen würde, und das exakte Ende der Geschichte entstand erst im Verlauf des letzten Kapitels. Aber es ist ja gut ausgegangen. 🙂

      Gefällt 1 Person

  2. Das habe ich drüben beim Blog „Herz und Verstand“, wo deine Kapitel auch erschienen, mitbekommen! Um so bemerkenswerter, dass es so 1A passt und wie aus einem Guss wirkt!

    Du bist mit deinen Fortführungen sehr geschickt gewesen und hast dir keine Patzer (Logikfehler, seltesame Konstruktionen, Widersprüche etc.) geleistet. Einerseits wurde konsequent auf Bestehendes aufgebaut, andererseits hast du sehr gekonnt manches Neue als tatsächlich allgemeine Überraschung innerhalb der Geschichte ersonnen! Mir hat es unheimlich gefallen, wie unvorhersehbar es sich zum Ende entwickelte und wie vorausschauend und gewitzt dein Rudi Koralle agierte.
    Deine Art, die Geschichte so wachsen zu lassen, ist nicht einfach, aber gerade bei solchen Herausforderungen entstehen manchmal die tollsten Sachen!

    LG Michèle

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