Neue Bilder aus dem Garten

Yams

Bittersüsser Nachtschatten

Storchschnabel

Büschelnelke

Admiral

Wildbiene auf Jakobskreuzkraut

Storchschnabel

Malve

Mädesüss

Wirbeldost

Warnfarben…

…verbinden wir meistens mit stechenden Insekten wie den Wespen. Doch auch giftige Tiere geben die Gefahr, die von ihnen ausgeht, oft auf diese Weise kund.

Heute fand ich in der Mittagspause Raupen des Blutbärs auf abgenagtem Jakobskreuzkraut.

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Schwarzgelber geht’s schon nicht mehr, und das ist gut, denn die Raupen sind randvoll mit dem Gift ihrer Futterpflanze…oder sie tun nur so.

Jakobskreuzkraut

SCHMETTERLING

Sie liegt am See im Sonnenschein

und träumt, sie wäre nicht allein.

Ein Schmetterling streift ihren Arm.

Sie spürt ihn kaum. doch wird ihr warm.

Möcht Salz von ihrer Haut ihm schenken,

das Zittern seiner Flügel lenken,

gleich einer Blume für ihn sein

und läd ihn zum Verweilen ein

auf ihren Lippen, Brüsten, Hals,

dem Rest des Körpers ebenfalls.

Doch, wie bei Schmetterlingen üblich,

verweilen Sie nicht, wie betrüblich,

lange Zeit an einem Ort

und flattern rast- und lustlos fort.

Am See

Am See, auf einem Stein, mit dir,

so heiß und lang ersehnt von mir.

Berühre kurz nur deinen Arm,

mich fröstelt, und doch wird mir warm.

So nah dem lang vermissten Glück,

und schrecke voller Furcht zurück.

Flussgeflüster

Ich halte den Stein,

den Stein aus dem Fluss

an mein Ohr.

Ich lausche, und er verrät

mir die Geschichte,

die ihm das Wasser erzählt hat.

Wie es deine Füße umspielte

und deinen Körper trug.

Wie dein Jauchzen und dein Lachen

über die Ufer perlte.

Wie deine Augen strahlten.

Ungewürdigte Schönheiten…

…findet man immer wieder in unserem Garten. Einige möchte ich euch heute vorstellen.

Er besticht eher durch seine Blüten als durch sein Aroma: der Muskatellersalbei

Sehr ungewöhnlich: weiß blühende Königskerze

Kurz vor der Reife: die Schoten des Färberwaids

Der Schlangenlauch lässt sich durchaus in der Küche verwenden. Sowohl die abgebildeten Brutzwiebeln als auch die Erdzwiebeln entwickeln einen kräftigen Lauchgeschmack und ein entsprechenders Aroma.

Die Stinkiris trägt ihren Namen zu Unrecht. Sie stammt aus Westeuropa.

Die Osterluzei entstammt dem Weinbauklima.

Die Blüte der Weinraute verrät nicht auf den ersten Blick die Verwandtschaft zu den Citrusgewächsen.

Die Knospe der Montbretie geizt nicht mit Ästhetik.

Gartenhütte

Wie unvollkommen wäre unser Garten, hätte er keine Hütte! Davon abgesehen, dass sie einfach praktisch ist, weil ich in ihr die Räder, Gartengeräte und allerlei Gelumpe und Gerümpel abstellen kann, ermöglicht sie mir auch das Ausleben relikt- und jungenhafter Triebe: ich kann draufklettern! Gründe, das zu tun, gibt es mehrere.

Nutzfläche!

Das Dach dient mir als Kinderstube für Jungpflanzen, dort ist es nämlich sehr hell und warm, außerdem schneckenfrei. Wie ihr an der roten Schüssel seht, stellt das Dach auch einen Zugang zu Nachbars Kirschen dar. Keine Angst ich habe eine Sondererlaubnis.

Drehe ich mich um, fällt mein Blick auf eine meiner schönsten Rosen. Da ich ihren Namen nicht weiß, heißt sie bei uns ‚die Wilde hinten an der Hütte‘. Den Namen trägt sie zu Recht.

Rose über Sauerkirsche

Die sie stützende Sauerkirsche hat sie komplett überwuchert, mehrmals im Jahr muss ich ihre dornenreichen Triebe zurückschneiden.

…etwas näher…

Sie dankt es uns mit hunderten Blüten, die enorm viele Bienen und Hummeln anlocken.

…noch näher…

…ganz nah. Hübsch, nicht wahr?

Was man nicht alles findet…

…wenn man sich herablässt, und zwar auf die Knie.

So zart und fein, ein Pilzelein!

Ja, es scheint ein Pilz zu sein, einer von der ganz mickrigen Sorte, die Kantenlänge beträgt nämlich nur 1 cm.

Aber ist er nicht schön in seiner Verletzlichkeit und Zartheit?