Mitbewohner(vorläufig entgültige Version)

Die Filzlaus wohnt im dichten Filz,
am großen Zeh der Nagelpilz.
Die Krätze höhlt die Dermis aus
und hinten schaut der Bandwurm raus.


Der Tinnitus bewohnt das Ohr,
im Hirn kommt Borreliose vor.
Polypen baumeln in der Nase
und Streptokokken in der Blase.


Die Salmonelle ruht im Darm,
der Fußpilz hat es auch gern warm.
Der Egel macht der Leber Schmerzen.
Du aber wohnst in meinem Herzen!

Ich hoffe, die Geschichte wird mir verzeihen🙂

Stetig rinnt die Zeit

Neuer Text für das Lied ,Leise fließt die Zeit‘

Refrain:
Stetig rinnt die Zeit,
sickert durch die Welt,
findet ihren Weg,
nichts ist, was sie hält.
Ebnet Berg und Tal,
dringt durch jeden Stein,
schlägt für uns den Takt,
ordnet unser Sein.

1. Strophe:
Ohne Quelle, ohne Mündung fließt der stete Fluss der Zeit
in das weite Land der Zukunft, Richtung Ewigkeit.

Refrain

2. Strophe
Wie im Flug vergeht die Zeit, grad wenn dein Herz vor Freude lacht.
Doch sie stockt, bist du verzweifelt in der fins'tren Nacht.

Refrain

Euch allen…

…in Nah und Fern wünsche ich ein friedliches und frohes Jahr 2023. Und ich wünsche euch in dem Wissen, dass wir natürlich von Unbill nicht verschont sein werden, die Kraft, sie zu ertragen. Und wenn wir sie schon erdulden müssen, seid für einander da, tragt und ertragt euch, wo möglich, vertragt euch, denn dieses eine Leben, das wir haben, sollten wir nicht verschleißen und vergeuden.

Ich umarme euch.

Martin

Wladimir

Sag, Wladimir, 
wie geht es dir?
Ich nehme an, ganz gut.
Obwohl auch dein vergang'nes Jahr
sicherlich kein gutes war,
so knöcheltief im Blut.

Du hast ein Ziel.
Dir geht's um viel,
was doch nicht dir gehört.
Doch Leid und Not,
so vieler Tod,
ein Preis, der dich nicht stört.

Den Dolch gewetzt,
auf Sieg gesetzt,
bereit zum Beutezug.
Kein echter Krieg,
ein leichter Sieg,
wer glaubt dir den Betrug?

Kein Licht zu seh'n.
Was muss gescheh'n,
das Unglück noch zu wenden?
Wladimir,
es liegt an dir,
das Morden zu beenden.




Adventspeperoni

Vergesst Weihnachtsbaum, -stern und -kaktus, die sind von gestern. Jetzt gibt es die Adventspeperoni.

Die Adventspeperoni

Ihr eindrucksvoller Farbwechsel von kräftigem Grün zu leuchtendem Rot zeigt uns den Beginn einer neuen Zeit. Am 4. Advent wird geerntet und verkostet, ganz so, wie es in dem alten Weihnachtslied lautet…

"...und wenn es scharf im Halse brennt, 
wissen wir, es ist Advent. "

Winterblues

Tag verhangen, nebelblind,
Keine Chance dem Frust!
Fenster offen, frischer Wind,
Sturm aus Lebenslust!

*

Rauhreifwiesen, Krähenschrei,
kalt wehts übers Land.
Stört uns nicht, geht auch vorbei.
Komm, reich mir die Hand.

*

Tanz mit mir den Winterblues,
Walzer durch den Schnee.
Danach gibts Spekulatius
und Kerzenlicht und Tee.




Alte Wunden

Dieselben Dornen 
auf alten Pfaden,
bequem und ausgetreten,
reissen alte Wunden
wieder auf.

Narben verkrustet,
Blut geronnen,
fahlem Licht entgegen,
Du stolperst weiter,
kein Weg zurück.

Wie wär's?
Ein Sprung zur Seite
in hohem Bogen,
ab durch die Hecke,
auf und davon.