Standy

Gehört ihr auch zu der mittlerweile dominierenden Gattung Homo summus telephonomobili? Den Menschen, die ein Smartphone besitzen? Dann dürft ihr euch wahrscheinlich zu den evolutionären Siegern zählen, die in kurzer Zeit alle verbliebenen  telekommunikativen Neandertaler, wie mich zum Beispiel, von diesem Planeten verdrängt haben werden. Außerstande, sich neuen Gegebenheiten anzupassen, beharren sie auf Vertrautem und träumen nachts vom Surren einer Wählscheibe und von hölzernen, an der Wand hängenden Kästen, die es einem ermöglichen, mit anderen Stammesangehörigen zu sprechen, wenn man zuvor ausgiebig an einer seitlich angebrachten Kurbel dreht, sofern die Dame in der Vermittlung gewillt ist, die Verbindung herzustellen. Nur ein kleiner Teil dieser bedrohten Spezies ist in der Lage, sich an die technisch-kulturellen Fortschritte der Konkurrenten anzupassen und eine geringe Überlebenschance zu wahren. Zu diesen Glücklichen zähle ich mich. Zwar benutze ich noch immer kein Smartphone, aber ich habe, dem grassierenden Trend der Anglisierung folgend, mein stationäres Telefon umgetauft. Es heißt jetzt STANDY. Erstens steht(STAND) es immer, zweitens reimt es sich auf HANDY. Also, wenn das nicht innovativ ist!