Ozean aus Licht

ich kleb am Grund

schattenumflutet

seelenwund

mein Herz verblutet

alles zerbricht

und über mir

ein Ozean aus Licht

 

ich schaue auf

kann mich nicht rühren

du rufst ‚lauf!’

doch… du musst mich führen

so schweres Gewicht

und über mir

ein Ozean aus Licht

 

mit Tränen der Wut

spülst du mich frei

salzige Flut

es ist vorbei

ich seh dein Gesicht

und um uns

ein Ozean aus Licht

 

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Es ist März

Sie regt sich, leise, sieht man kaum,

erwacht aus langem kaltem Traum,

blinzelt schüchtern. Sonnenlicht

blendet, scheint warm ihr in’s Gesicht.

Die Starre weicht, schon taut das Herz.

Es ist März.

Sie streckt sich, sacht, dem Licht entgegen,

steht fröstelnd nass im Frühlingsregen.

Ängstlich tasten klamme Hände,

begreifen sie des Winters Ende.

Die Seele bebt, bald weicht der Schmerz.

Es ist März.

 

Dieses Gedicht habe ich schon einmal auf dieser Seit veröffentlicht. Es passt gerade so gut, dass ich mir erlaube, mich zu wiederholen.

Martin

Mein Herz

Mein Herz, bist lang mir treu geblieben,

hast dich für mich aufgerieben.

Hast stetig deinen Takt geschlagen,

mir Tag und Nacht die Last getragen,

die ich dir achtlos aufgebunden.

Hast sie für zu schwer befunden.

Mein Herz, mir ist noch Zeit geblieben,

da du nun batteriebetrieben,

 für deine Mühe dir zu danken,

für deine Stärke und dein Wanken.

Ohne dich hätt’ ich kein morgen.

Nun ist’s an mir, für dich zu sorgen.