Spiekeroog

Zu Pfingsten auf Spiekeroog kann ich eigentlich nicht empfehlen, ja, man sollte alles vermeiden, was möglich ist, was dazu führen könnte, dass sich herumspricht, wie ausgesprochen schön diese Insel ist, ganz besonders zu Pfingsten! Und als gälte es, in diesem Jahr noch ordentlich einen drauf zu setzen, spielte das Wetter in bisher nicht erlebter Weise mit. 8 Tage lang ging die Sonne wie erwartet im Nordosten auf, zog ihre lange und vielstündige Bahn über einen makellosen blauen Himmel, ohne einer einzigen Wolke zu begegnen, und versank in einem sich endlos hinziehenden, ebenso makellosen Sonnenuntergang hinter dem nordwestlichen Horizont. Kopfbedeckung war Pflicht! Apropos Horizont: aufgrund einer seltenen meteorologischen Konstellation – kalte Luft über dem Wasser, wärmere Luft weiter oben – konnten wir, auf einer Düne stehend, die Helgoländer Klippen sehen, welche eigentlich hinter selbigem liegen und somit entrückt sind.

Der Lichtpunkt ist der Leuchtturm von Helgoland. Auf diesem Bild kann man die Klippen nur ahnen…

Auf diesem Bild erkennt man Helgoland recht gut – links die ‚Lange Anna‘, rechts erahnt man den Leuchtturm und einen Sendemast.

 

in weiter Ferne – die Offshore-Windanlage in der Nordsee

 

Neben häufigen Sonnenuntergängen und seltenen Helgolandsichtungen wäre noch die Pflanzenwelt der Insel mehr als erwähnenswert. Auf Strand und Weißdünen folgen Graudünen und zahlreiche kleine Wäldchen, schließlich Wiesen und Salzwiesen.

die Strandnelke wiegt sich im Wind

 

die häufig zu findende Kuckucks-Lichtnelke

 

die zierliche Salzmiere

 

trittfest und hitzeresistent: das Gänsefingerkraut

 

ein Hingucker: das Dünenstiefmütterchen

 

so reines Blau – das Hundsveilchen

 

Diese abwechslungsreiche Landschaft bietet zahllosen Vogelarten Schutz und Nahrung. Sie labt die Augen und die Ohren und das Gemüt. Ich habe mich noch nie in so kurzer Zeit so gut erholt wie in diesem Jahr auf Spiekeroog.

ein erholter Madddin

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